Seminar­pro­gramm Herbst/Winter 2019

Das Energie­recht entwi­ckelt sich aktuell so schnell wie kaum eine andere Materie. Um stets am Puls der Zeit zu bleiben, bieten wir auch im Herbst und Winter 2019 vier Seminare an.

Entweder in unseren Kanzlei­räumen direkt am Hacke­schen Markt oder direkt vor Ort im Unter­nehmen schulen wir rund um energie- und umwelt­recht­liche Themen. Dabei wenden wir uns sowohl an erfahrene Mitar­beiter aus dem techni­schen kaufmän­ni­schen oder juris­ti­schen Bereich, die ihr Wissen auffri­schen oder vertiefen möchten, als auch an Mitar­beiter, die neu im Unter­nehmen sind und sich einar­beiten möchten:

Emissi­ons­handel am 19.09.2019: Infos und Anmeldung

Umwelt­recht kompakt am 01.10.2019: Infos und Anmeldung

Wettbewerb in der Energie­wirt­schaft am 24.10.2019: Infos und Anmeldung

Fernwärme am 12.11.2019: Infos und Anmeldung

Alle Seminare werden auch als Inhouse-Seminare durch­ge­führt. Bei Interesse bitten wir um eine E‑Mail.

 

2019-08-07T09:16:26+02:007. August 2019|Allgemein|

1 Jahr re|Rechtsanwälte

Wow. Ein Jahr re|Rechtsanwälte. Das ging aber schnell.

Gestartet sind wir in der Fasanen­straße. Tiefer Berliner Westen, Büroge­mein­schaft mit einer anderen Kanzlei, weil die Suche nach eigenen vier Wänden sich erheblich kompli­zierter darge­stellt hat, als wir in unserer Naivität vorher­ge­sehen hatten. Wir sagen mal so: Tolle Gegend. Aber der Arbeitsweg war schon, nun, heftig. Und was man alles für Räume sieht, wenn man eine Kanzlei sucht, gibt immerhin Stoff für teilweise absurde Anekdoten. Es gibt in dieser Stadt tatsächlich Leute, die versuchen, ein Souterrain für 22 EUR den qm zu vermieten. Oder einen 30 Meter langen Schlauch im Hinterhaus einer alten Fabrik an der Spree mit der lautesten Klima­anlage der Welt. Am Ende immerhin waren wir erfolg­reich. Wir wollen nicht angeben, aber unser Büro ist toll. Hat ja auch nur acht Monate gedauert. Protipp an alle künftigen Gründer: Nehmen Sie die Bürosuche ernster als wir.

In den ersten Monaten hatte Dr. Dilling noch einen anderen Job in Leipzig und fuhr noch mehr durch die Republik als heute. Seit diesem Jahr sind wir beide ausschließlich für re|Rechtsanwälte unterwegs, unter­stützt von unserem Sekre­tariat. Apropos unterwegs: Wir haben nie versucht, die zurück­ge­legten Kilometer zusam­men­zu­zählen, aber haben inzwi­schen alle Bundes­länder mit Ausnahme des Saarlandes bereist. Am häufigsten waren wir in NRW. Weil wir über Klima­schutz nicht nur reden wollen, fahren wir in Deutschland ausschließlich Zug.

Aufge­treten sind wir in diesem Jahr vor drei Verwal­tungs­ge­richten, zwei Landge­richten, zwei Oberlan­des­ge­richten, dem Kammer­ge­richt und einem Oberver­wal­tungs­ge­richt. Zweimal haben wir Verfahren an einen Anwalt beim BGH übergeben. Einmal haben wir Verfas­sungs­be­schwerde eingelegt und einmal warten wir gerade darauf, ob das Gericht unserer Vorla­ge­an­regung zum EuGH folgt. Wir haben (nicht nur) viel rund um den Emissi­ons­handel, das UWG, das UIG, Fernwärme, Mieter­strom, Eigen­erzeugung, die besondere Ausgleichs­re­gelung, atypische Netznutzung und das BImSchG (und, und, und) beraten. Wir haben – bis auf die Sommer­fe­ri­en­zeiten – an jedem Werktag unser Blog bestückt, Aufsätze geschrieben, Vorträge und Vorle­sungen gehalten. Wir arbeiten manchmal die Nacht durch und gehen manchmal nachmittags Kuchen essen.

Oh, und am Wichtigsten: Wir sind stolz und glücklich und freuen uns auf viele weitere Jahre.

2019-08-01T10:01:41+02:001. August 2019|Allgemein|

Klima­schutz durch Waldschutz

Die Wälder sind gerade wieder in den Fokus der Klima­po­litik geraten. Dafür sorgte bereits Anfang des Monats eine in Science veröf­fent­lichte Studie der Techni­schen Hochschule Zürich (ETH Zürich). Keine Klima­schutz-Maßnahme sei so effektiv wie die Aufforstung, heißt es darin. Es gäbe ein ausrei­chendes Potential an geeig­neten Flächen. Damit sei sogar das Ziel des Weltkli­marats zu schaffen, die Erder­wärmung bis 2050 auf 1,5 Grad zu begrenzen. Aller­dings müsste dafür die Waldfläche global um mehr als ein Viertel vergrößert werden. Das heißt, es muss ein Gebiet aufge­forstet werden, dass ungefähr so groß wie die USA ist.

Aller­dings kamen diesen Monat auch Nachrichten über Waldbrände in der Arktis, die weniger optimis­tisch stimmen. Zwar hat es in den Nordpo­lar­ge­bieten schon immer Waldbrände gegeben, aber in den letzten Jahren haben sie wegen des warmen, trockenen Wetters früher begonnen und sind auch größer als früher: Allein im Juni diesen Jahres seien dabei Mengen 50 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre entwichen. Die Studie der ETH Zürich weist zudem darauf hin, dass der Klima­wandel vor allem in den Tropen die Bedin­gungen für den Wald verschlechtert. Insofern drohen sich die Effekte des Klima­wandels selbst zu verstärken, wenn nicht bald gehandelt wird.

Zu diesen Nachrichten passt es gut, dass die EU-Kommission am Dienstag dieser Woche eine umfas­sende Strategie zum Schutz des Waldes und zur Wieder­auf­forstung beschlossen hat. Der Erste Vizeprä­sident der Kommission, Frans Timmermans,  erklärt dazu, dass wir unsere Klima­ziele nicht erreichen werden, ohne die Wälder der Welt zu schützen. Dafür hat die Kommission ein Bündel von Maßnahmen beschlossen, die sich vor allem auf inter­na­tionale Zusam­men­arbeit und globales Wirtschaften beziehen, da sich die größten Primär­wälder nicht im Gebiet der EU befinden.

Die Maßnahmen betreffen:

  1. die Förderung nachhal­tigen Konsums, um den Raubbau an Urwäldern z.B. beim Handel mit Tropenholz oder Palmöl zu vermeiden
  2. die Verstärkung der Entwick­lungs­zu­sam­men­arbeit mit Erzeu­ger­ländern zum Schutz der Wälder
  3. inter­na­tionale Zusam­men­arbeit zum Waldschutz und Wiederaufforstung
  4. Förderung nachhal­tiger Landnutzungspraktiken
  5. Verbes­serung der Verfüg­barkeit und Qualität von Infor­ma­tionen über Wälder und Rohstofflieferketten

Diese Maßnahmen, die bereits Gegen­stand einer Konsul­tation mit Betrof­fenen waren, werden sicher in den nächsten Monaten und Jahren weiter ausbuch­sta­biert. Die vergleichs­weise einfachen und effek­tiven Möglich­keiten des Klima­schutzes durch Schutz von Wäldern und Wieder­auf­forstung könnten zu einem wichtigen Baustein für die Europäische Klima­po­litik werden.

2019-07-25T14:18:23+02:0025. Juli 2019|Allgemein, Naturschutz, Umwelt|